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Ludwigsburg

Premiere in der Rundsporthalle

Training für die deutsche Meisterschaft im Jazz und Modern Dance: Die Formation Dance Work des 1. TCL.Foto: Baumann

Die Formation Dance Works hat im vergangenen Jahr mit ihrem Aufstieg in die Bundesliga Jazz und Modern Dance (JMD) den Anstoß geliefert, dass der 1. TC Ludwigsburg die Durchführung der deutschen Meisterschaften übernommen hat. Das Organisationteam des 1. TCL, angeführt von Präsidentin Gaby Wulff und Moderator Jörg Weindl, verfügt über reichlich Erfahrung bei der Vorbereitung solcher Events.

„Es ist eine Freude, was sich da entwickelt hat“, lobt Gaby Wulff den Aufschwung bei Dance Works mit Trainerin Christiane Wagner. „Wir haben uns gesagt, wenn die jetzt gerade in die Bundesliga aufgestiegen sind, dann machen wir doch die Deutsche.“ Am Samstag (18 Uhr) zeigen in Vor-, Zwischen- und Endrunde die 14 Formationen der Hauptgruppe in der Rundsporthalle ihr Können, am Sonntag (13 Uhr) präsentieren sich die 14 besten deutschen Jugendmannschaften.

Eine Gruppe besteht aus mindestens sechs, maximal zwölf Damen und Herren. Der TCL setzt ausschließlich auf Frauen-Power. „Es ist eine Mischung aus Tanzsport, Kunst und Akrobatik“, erläutert Anja Tischler, Team-Managerin und Leiterin der JMD-Abteilung. In der Interaktion der Tänzerinnen wird wie beim Tanztheater die Musik interpretiert und eine Geschichte erzählt. Partnerarbeit, Hebungen, Sprünge, ineinander fließende Bilder, Rhythmus- und Tempowechsel – die Damen sind in den drei bis vier Minuten, die der Vortrag dauern darf, voll gefordert.

„Es ist unglaublich, was man da an Ideen und Kreativität entfalten kann“, staunt Präsidentin Wulff, die fasziniert ist, „wie persönlich sich die Tänzerinnen einbringen und ihr Innenleben nach außen kehren“. Mit der Choreographie „Three Sides“ (drei Seiten), von Lisa Beese und Sebastian Spahn entworfen, hat Trainerin Wagner mit ihren Schützlingen im Frühjahr denn Klassenverbleib in trockene Tücher gebracht. In der Rundsporthalle bietet sich erstmals die Gelegenheit, vor heimischem Publikum zu wirbeln.

Das 13-köpfige Aufgebot des TCL wird von Sportlerinnen aus der ganzen Region gebildet, nur zwei wohnen direkt in Ludwigsburg – Nicola Wüstner und die Niederländerin Myrthe Uittenbogaart. Neu zum Team sind im vergangenen Jahr Michelle Kasper (Großbottwar), Lisa Klingelhöfer (Schorndorf) und Miriam Szijarto aus Stuttgart gestoßen.

Qualifiziert sind die Top acht der Bundesliga sowie jeweils die drei Erstplatzierten der 2. Ligen Süd und Nord. Als Favorit auf den Meistertitel gilt Bundesliga-Tabellenführer TSC Blau-Gold Saarlouis mit der Gruppe autres choses. Dahinter liegen TSA Hamburg (La Nouvelles Experience) und TSA Wuppertal (Arabesque) fast gleichauf. Für dieses Trio dürften die Medaillen reserviert sein.

Hinter der Formation J.E.T. des MTV Goslar hatte sich der TCL in der Bundesliga- Abschlusstabelle bereits als Fünfter eingeordnet. Deshalb scheint die Zielsetzung großes Finale durchaus realisierbar zu sein. TC Schermbeck, TC Königsbrunn und JTC Großostheim sind die Rivalen. Nach der Vorrunde (18 Uhr) geht es in der Zwischenrunde (19.30 Uhr) um die Wurst.

Erich Wagner
16. Juni 2017
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