Donnerstag, 27.07.2017, 4:27 Uhr
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Ludwigsburg

LAZ-Duo erfüllt alle Erwartungen

LAZ-Sprinterin Lisa Nippgen jubelt, Sina Mayer gewinnt Bronze. Foto: Iris Hensel

Am Ende überwogen die Glücksgefühle. Trotz einer durchwachsenen Vorstellung war die 20-jährige Lisa Nippgen bei ihrem ersten großen internationalen Auftritt mehr als zufrieden. „Vom Finale hatte ich nicht einmal geträumt. Als ich dann im Startblock saß, hatte ich schon zitterige Arme“, gab die Sprinterin des LAZ Ludwigsburg offen zu. Mit 11,77 Sekunden belegte sie Rang sieben in einem 100-Meter-Rennen, das obendrein einen schönen deutschen Erfolg lieferte und für die 4 x 100-Meterstaffel am Sonntag hoffen lässt. Sina Mayer vom LAZ Zweibrücken zeigte sich im polnischen Bydgoszcz zur richtigen Zeit topfit.

Ihr Lohn im ersten internationalen Finale: die Bronzemedaille. Nachdem sie am Donnerstag nur als Siebte der Halbfinals ins Finale eingezogen war, musste sie mit der ungeliebten Innenbahn vorliebnehmen.

Doch dort kam sie im Medaillenrennen bestens in Schwung und sicherte sich im Finish mit 11,58 Sekunden vor der zeitgleichen Britin Imani Lansiquot die Bronzemedaille.

Ganz vorn war Ewa Swoboda nicht zu halten. In 11,42 Sekunden (0,6 m/sec) machte die Lokalmatadorin als Nachfolgerin von Rebekka Haaase (LV 90 Erzgebirge) das Rennen und wurde von den Fans in Bydgoszcz frenetisch gefeiert. Silber sicherte sich Krystina Tsimanouskaya (Weißrussland; 11,54 sec).

Bereits am Vormittag hatte LAZ-Athletin Anne Klebsch in der Qualifikation fürs Hochsprungfinale eine weiße Weste behalten. Drei saubere Versuche über 1,70, 1,75 und 1,79 Meter jeweils im ersten Anlauf reichten, um im Schnelldurchgang ins Finale zu springen. Da 1,79 Meter lediglich zehn weitere Hochspringerinnen meisterten, war das Ticket für das Finale am Sonntag (16.10 Uhr) gebucht. Lediglich einen Sprung über 1,79 Meter benötigten Yuliya Levchenko und Iryna Herashchenko für den Finaleinzug. Die Höhenjägerinnen aus der Ukraine sind mit Saisonbestleistungen von 1,94 bzw. 1,95 m Anwärterinnen auf den Titel.

Angriff auf Bestleistung

„Die Anlage ist super. Ich freue mich ungemein aufs Finale“, sagte Anne Klebsch. Am Sonntag soll es dann Richtung Bestleistung gehen. Die steht seit 2016 bei 1,86 Metern. „Mal sehen, welche Höhe aufgelegt wird. Ich bin in jedem Fall bereit“, sagte die 21-Jährige. In diesem Jahr hat die deutsche U 23-Meisterin bis dato 1,85 Meter zu Buche stehen.

von andreas steimann
14. Juli 2017
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