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Ludwigsburg

Wichtiges Standbein der Gesellschaft

Oberbürgermeister Werner Spec zeichnete bei der Kulturehrung zahlreiche Menschen aus, die sich um das kulturelle Leben in der Stadt verdient gemacht haben. Er freue sich, dass er an diesem Abend Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen für ihr Engagement ausgezeichnet könne, sagte er.

„Die inspirierende Wirkung kultureller Erlebnisse ist Humus für Begegnungen, die von Würde und Toleranz geprägt sind“, sagte Werner Spec. Deshalb habe es sich die Stadt Ludwigsburg zum Ziel gesetzt, jedes Kind zusätzlich zu den individuellen Bildungsangeboten im musischen Bereich zu fördern. „Wir tun das in der tiefen Überzeugung, dass man den Kindern so das nötige Rüstzeug für ihr Leben mitgibt“, so Spec. Die musische Förderung verstärke die Wurzeln für Kreativität, Leistungsorientierung und viele weitere Tugenden, die heute mehr denn je benötig würden, wies der Oberbürgermeister auf Herausforderungen hin. Er nannte die Bewältigung des Klimawandels sowie den Wertverlust in der Politik und das daraus resultierende Erstarken rechtspopulistischer Kräfte.

Wiebke Richert, Leiterin des Fachbereichs für Kunst und Kultur, führte durch das kurzweilige Programm, bei dem sie alle Preisträger auf die Bühne holte und ihre Verdienste um das Kulturleben der Stadt Ludwigsburg würdigte. „Die Bühne ist fast zu klein für Euch alle“, richtete sich Richert an die Nachwuchsmusiker, die bei „Jugend musiziert“ sowie bei Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene erfolgreich waren. OB Spec hatte zahlreiche Hände zu schütteln, Urkunden und Präsente zu verteilen.

Die Leiterin der Akademie für Darstellende Kunst, Professor Dr. Elisabeth Schweeger, übernahm die Aufgabe, sich im Namen aller Geehrten für die Auszeichnung zu bedanken. „Ich habe sehr viel Respekt vor so viel Energie, Kraft und Mut, sich einem künstlerischen Anliegen zu widmen“, richtete sie sich an die Preisträger. Sie selbst sei beschämt über die Auszeichnung, weil sie ihr Engagement für selbstverständlich halte. „Kultur ist nicht nur Beiwerk, sondern neben Ökonomie, Ökologie und Sozialem das vierte Standbein einer Gesellschaft“, machte sie deutlich. Ohne dieses vierte Standbein fehle wie bei einem Tisch die Stabilität. Ihr Dank galt der Stadt, die Bürgern Raum für ihre kulturelle Entfaltung bietet.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Luisa Weyers und Dominique Vierling am Flügel, das Ensemble der Harmonika Gemeinschaft Ludwigsburg unter Leitung von Ute Matz sowie Akteure des Musiktheaterprojekts „Die Jahreszeiten“ (Leitung Angelika Rau-Culo und Michael Culo). Martin Kaleschke, Bezirkskantor der evangelischen Stadtkirche und Preisträger, begeisterte mit einer Darbietung auf einer Truhenorgel.

von marion blum
13. April 2018
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