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Steinheim/Großbottwar

Verkauf der Kelter steht zur Debatte

Teile der Kelter hat Steinheim für das Heimatarchiv gemietet; sowohl die Stadt als auch ein Investor bekunden Interesse.Archivfoto: Ramona Theiss

Großes Interesse an dem Gebäude hat die Stadt Steinheim, denn das künftige Baugebiet Scheibenäcker grenzt direkt an das Grundstück an; allerdings hat nach Angaben von Bastian Remkes, dem geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden der Bottwartaler Winzer, auch ein privater Investor ein Auge auf die Kelter geworfen.

70 Quadratmeter der Kelter hat die Stadt 2015 angemietet, hier haben die landwirtschaftliche Sammlung und das Heimatarchiv, das von Ortsvorsteher Manfred Waters betreut wird, eine Bleibe gefunden. Rund 1500 Exponate und neuere Schriftstücke sind hier untergebracht, darunter Fotos, Dokumente und Akten. Die ältesten Stücke sind die Fahne des Kriegervereins und die Feuerspritze. Beide stammen aus dem Jahr 1882.

Mit dem Neubaugebiet Scheibenäcker könnte der Kelter aber eine ganz neue Bedeutung zukommen. „Wir könnten uns eine Nutzung für die Dorfgemeinschaft vorstellen“, hatte Manfred Waters im Frühjahr auf Nachfrage der LKZ gesagt. Immerhin kommen mit dem neuen Baugebiet auch 400 neue Bürger. Verschiedene Nutzungen, auch parallel, seien denkbar: für das Archiv, für einen Kindergarten, für die Vereine als Veranstaltungs- und Sporträume, so Waters. Deshalb hatte der Ortschaftsrat den Antrag gestellt, die Nutzung der Kelter zu prüfen. Wann der Verkauf spruchreif werden könnte, kann Bastian Remkes noch nicht sagen. Er wollte sich grundsätzlich von den Mitgliedern der Genossenschaft grünes Licht geben lassen – dazu kam es dann aber nicht.

Sabine Frick
06. September 2018
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