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Kreis Ludwigsburg

Unfallserie hält Einsatzkräfte in Atem

In der Nacht von Freitag auf Samstag verliert ein 32 Jahre alter Fahrer eines polnischen Lastwagens auf der A 81 zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und Ludwigsburg-Nord die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Sattelschlepper stellt sich quer, kippt um und blockiert alle drei Fahrstreifen der Autobahn. Mehrere Paletten Farbeimer entleeren sich um kurz vor Mitternacht quer über die Fahrspuren und richten eine riesige Sauerei an. Dazu reißt auch noch der Dieseltank des Lastwagens auf.

Rettungskräfte müssen den Fahrer aus seiner Kabine befreien. Er wird leicht verletzt in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Die Polizei spricht später von einem „medizinischen Notfall“ als Ursache. Die Autobahn ist in Richtung Heilbronn stundenlang zur Bergung des Sattelschleppers und Fahrbahnreinigung gesperrt. Neben der Feuerwehr, Ärzten und Sanitätern sind auch Polizisten, ein Bergemanager und die Umweltbehörde im Einsatz. An der Unfallstelle staut sich der Verkehr auf bis zu sechs Kilometer Länge. Den Schaden am Sattelzug beziffern die Beamten auf 40 000 Euro.

Zunächst teilt die Polizei mit, dass die Dauer der Bergungsarbeiten nicht absehbar ist. Am Samstag um 10.30 Uhr kommt dann Entwarnung – alle drei Fahrbahnen zwischen den beiden Anschlussstellen sind wieder für den Verkehr frei. Die Vollsperrung vor der Ausfahrt zur Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd dauerte von 0 Uhr bis 4 Uhr, heißt es in einer Pressemitteilung. Für diesen Zeitraum wird der Verkehr an der Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd sukzessive abgeleitet. Die sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der Vollsperrung befindlichen Fahrzeuge müssen über die Anschlussstelle zurück- und dann dort abgeleitet werden. Als sich im vollgesperrten Abschnitt keine Fahrzeuge mehr befinden, wird zwischen 4 Uhr und 7.30 Uhr der von Stuttgart kommende Verkehr ebenfalls über die Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd ausgeleitet.

Die Bergung des Sattelzugs und die Reinigungsarbeiten über 700 Meter Länge erfolgen zwischen 7.30 Uhr und 10.30 Uhr. Daran sind ein Autokran, ein Abschleppfahrzeug und drei weitere Spezialfirmen beteiligt.

Nur wenige Stunden vorher hält bereits ein schlimmer Unfall in Affalterbach mehr als 30 Einsatzkräfte in Atem. Gegen 21.25 Uhr ist ein 20-jähriger Autofahrer auf der Kreisstraße von Affalterbach kommend in Richtung Remseck-Hochdorf unterwegs. In einer Rechtskurve kommt das Auto laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab, reißt einen Leitpfosten aus der Verankerung, überschlägt sich mehrfach und kommt in einem Rübenacker auf den Rädern zum Stillstand.

Der 20-Jährige zieht sich schwere Verletzungen zu, die vom Rettungsdienst erstversorgt werden. Anschließend kommt der Schwerverletzte in ein Krankenhaus. Für die Dauer der Unfallaufnahme wird die Kreisstraße zwischen 22 Uhr und 0 Uhr voll gesperrt. Weil das Verkehrsaufkommen gering ist, müssen keine weiteren verkehrslenkenden Arbeiten erledigt werden.

Die Polizei bittet nun Zeugen, die Angaben machen können, sich mit der Verkehrspolizeidirektion in Ludwigsburg unter Telefon (07 11) 6 96 90 in Verbindung zu setzen. (red)

08. Oktober 2017
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