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Ludwigsburg

Tuchfühlung mit den Kandidaten

Sich austauschen, diskutieren, Spaß haben – auch so kann Wahlkampf aussehen. Foto: Holm Wolschendorf

Zum Meet and Greet mit den Kandidaten haben sich am Mittwochabend zahlreiche interessierte Jugendliche in der Villa BarRock eingefunden. Sie verteilten sich in den Räumen, unterhielten sich angeregt auf dem Sofa oder saßen im Garten und genossen das Frühlingswetter. „Ich denke, dass sie etwas bewegen können“, sagte Ridwan Khaire, der mit einigen Freunden um die Feuerstelle saß, über seine Erwartungen an den künftigen Jugendgemeinderat. Er wird bei der Wahl einen befreundeten Kandidaten unterstützen.

In der Küche herrschte hektisches Treiben. Mit dem Stabmixer wurden dort Honigmelonen und Kiwis für die Cocktails püriert – natürlich alkoholfrei. Über die genaue Mischung wurde fleißig diskutiert. Die fertigen Cocktails gab es anschließend für 50 Cent zu kaufen. Die Idee für die Veranstaltung kam von den 60 Jugendlichen, die sich ab der nächsten Woche als Kandidaten zur Wahl für den Jugendgemeinderat stellen. Sie kümmerten sich um die Cocktails, bedienten den Grill, standen hinter der Bar oder antworteten auf Fragen zu ihren Plänen für Ludwigsburg.

Viele der Kandidaten hatten Freunde mitgebracht. Die Musik aus den Boxen sorgte für eine entspannte Atmosphäre. „Wir möchten, dass ein Freund aus Eglosheim gewinnt“, erklärte Bleon Bujupi. Er habe mit ihm gesprochen und möchte, dass der alte Bolzplatz in Eglosheim saniert wird. Sein Freund will sich, falls er gewählt wird, als Mitglied des Jugendgemeinderats dafür einsetzen.

Aleksander Juzhin trug als einziger Kandidat ein Namensschild um den Hals. Nach seinem Programm gefragt, zog er einige selbst gebastelte Visitenkarten aus einem kleinen Plastikbeutel. Dort notiert: sein Name, die Handynummer und seine politischen Ziele. Er will sich dafür einsetzen, dass das Mittagessen für Schüler günstiger wird. Deshalb soll der Dönerpreis für Schüler auf 2,50 Euro begrenzt werden.

Hannah Junginger von der Jugendförderung Stadt Ludwigsburg unterstützte die Jugendlichen, wo sie konnte. Ziel sei es, dass die Jugendlichen ihre Kandidaten kennenlernen, sagt sie. Das schien gut zu klappen. Noah Qandas, den ein befreundeter Kandidat eingeladen hat, wollte sich noch nicht festlegen, wem er seine Stimme geben wird. „Ich wähle denjenigen, der eine gute Idee hat“, sagte er.

von Andreas Schmaltz
16. März 2017
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