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Ludwigsburg

Traumberuf rückt näher

Ein Bummel über die Berufsausbildungsmesse bam ist nicht nur informativ, sondern kann richtig Spaß machen. Die 130 Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen legten sich mächtig ins Zeug, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Popcorn, Gummibärchen, angesagte Musik und viele Aktionen wurden beim ersten Messetag gestern im Ludwigsburger Forum am Schlosspark angeboten.

Kurz nach der offiziellen Eröffnung gestern Morgen strömten die Schulklassen: Ein Besuch der bam steht bei den Jugendlichen, die im nächsten Jahr die Schule verlassen, fest auf dem Stundenplan. Viele Jugendliche steuerten zielgerichtet die Stände der Unternehmen an, die sie am meisten interessierten, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Auch das Handwerk zeigte Flagge: Kleine Kunstwerke zum Mitnehmen gab es bei den Malern. Matthias Haller, Malermeister aus Kornwestheim, und Klaus Kitzler aus Mundelsheim, zeigten Jugendlichen, wie sie mit Hilfe von Schablonen Holzplatten gestalten können. „Ist der Beruf des Malers einfach?“, wollte ein Mädchen wissen. „Gewisse körperliche Voraussetzungen sollte man schon mitbringen, wenn man zum Beispiel draußen auf einem Gerüst arbeitet“, so Haller, der aktuell einen Auszubildenden sucht.

Zum Bau einer Taschenlampe lud die Elektroinnung ein, während die Zimmererinnung das Modell einer Dachkonstruktion anfertigte. Ina Anwander absolviert eine Lehre bei Holzbau Muny in Kornwestheim. „Ich wollte wissen, wie es auf einer Baustelle zugeht“, erklärte die junge Frau, die vorher ein Bauingenieurstudium begonnen hatte. Ihr Chef Eberhard Muny beschäftigt 30 Mitarbeiter, darunter sind acht Auszubildende. Für Kreishandwerksmeister Albrecht Lang ist das ein positives Beispiel für die Investition in den Berufsnachwuchs. Die Beteiligung des Handwerks an der bam ist aus seiner Sicht fast schon ein Muss.

Viele Firmen schickten ihre Auszubildenden als Botschafter ins Rennen. „Man hat Kontakt zu den Menschen und immer etwas zu tun. Es wird nie langweilig“, schwärmte Annika Lischka, die bei Aldi-Süd eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau macht. Von guten Aufstiegsmöglichkeiten in dem Unternehmen berichtete Mona Fellmeth aus der Personalabteilung. In virtuelle Welten konnten die Messebesucher am Stand der Firma Teamtechnik aus Freiberg eintauchen. Mit Hilfe einer Spezialbrille schauten sich technikinteressierte Jugendliche Maschinen genau an.

Wer im sozialen Bereich arbeiten will, sei es als Altenpfleger oder in der Behindertenarbeit, erhielt am Stand der Karlshöhe viele Informationen. „Wir bieten auch Ausbildungen für Menschen mit körperlichen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen an“, darauf wies Anne Hauser vom Referat Personalentwicklung auf eine Besonderheit hin. Am Stand von Ungeheuer und Ulmer, dem Verlag der Ludwigsburger Kreiszeitung, berichtete unter anderem die angehende Mediengestalterin Jessica Halas aus ihrem Berufsalltag. Ausgebildet werden außerdem Medienkaufleute und -technologen.

Eine lange Schlange Jugendlicher bildete sich am Stand der Bundespolizei. Hier beantwortete Thomas Müller, Erster Polizeihauptkommissar, alle Fragen. Mit Spielen, Aktionen und Aufgaben rund um Hotellerie und Gastronomie warb die Dehoga für eine Lehre im Gastgewerbe.

Info: Heute geht’s weiter: Die bam im Ludwigsburger Forum hat von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

Marion Blum
09. März 2018
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