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Sachsenheim

Stichflamme aus dem Sicherungskasten

Gegen Mittag hat in Großsachsenheim ein Wohn-und Geschäftshaus gebrannt. 90 Feuerwehrleute aus drei Wehren waren im Einsatz.Foto: Alfred Drossel

Kurz nach Mittag stieg Rauch aus dem Dachstuhl eines Gebäudes an der Ecke Sersheimer/Bahnhofsstraße. Wenig später schlugen Flammen aus dem Dach. Als das erste Fahrzeug der Feuerwehr Sachsenheim eintraf, stand schwarzer Rauch über dem Gebäude. Einsatzleiter, Stadtkommandant Philipp Rousta, alarmierte Kräfte aus Bietigheim-Bissingen mit der Drehleiter und die Führungsgruppe sowie Kameraden aus Oberriexingen. Insgesamt waren 90 Feuerwehrleute, die mit 15 Fahrzeugen angerückt waren, stundenlang im Einsatz. Als stellvertretender Kreisbrandmeister unterstützte der Vaihinger Kommandant Thomas Korz den Einsatz.

Der Dachstuhl brannte völlig aus. In den Wohnungen entstand Wasserschaden. Nachbargebäude konnten durch eine Riegelstellung geschützt werden. Der Löscheinsatz dauerte bis in die Dunkelheit hinein. Die Ortsdurchfahrt von Großsachsenheim war gesperrt. Die Wohnungen in den beiden oberen Stockwerken dienten der Stadt als Flüchtlingsunterkünfte für die Anschlussunterbringung. Im Erdgeschoss ist eine Schneiderei untergebracht.

Vier der sechs Bewohner und der Schneider waren bei Brandausbruch im Gebäude. Sie berichten, dass plötzlich aus dem elektrischen Sicherungskasten eine Stichflamme herauskam. Die vier Männer, die sich im ersten Stock und in der Dachwohnung aufhielten, konnten sich unverletzt befreien. Sie wurden von Helfern des Roten Kreuzes betreut. Die Sanitäter waren mit drei Fahrzeugen und sieben Kräften vor Ort. Die weitere Unterbringung der Flüchtlinge wurde von der Stadt organisiert.

Die Polizei prüft die Angaben der Bewohner über den Brandausbruch. Sachverständige untersuchen das Gebäude, das derzeit unbewohnbar ist.

von alfred drossel
04. November 2018
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