Samstag, 20.10.2018, 21:33 Uhr
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Ludwigsburg

Sobald der Büttel schellt, feiern die Eglosheimer

Großer Festumzug durch den Stadtteil. Fotos: Ramona Theiss

Die Häuser sind mit Luftballons und Girlanden geschmückt. Hunderte Teilnehmer des Festumzugs schleudern Bonbons und Geschenke in die Massen, die ihnen am Straßenrand applaudieren. Dem Fahnenträger folgten Oberbürgermeister Werner Spec und Mitglieder des Stadtteilausschusses und ein paar Stadträte. Der Marsch wurde denen vom Musikverein Eglosheim und der Jugendgruppe geblasen.

Hinter ihnen laufen die Fußballjugend des TSV sowie deren Kinder- und Geräteturner, der Schützenverein, die Abteilungen Jugendfußball des TSV sowie Turnen, Tanzen, Fitness, des SKV, Vertreter der Eglosheimer Kirchen, der Kindergarten Sonnenschein, Mitglieder der Sozialen Dienste der katholischen Kirchengemeinde Thomas Morus, das Hirschberglädle, das Kleiderlädle Hirschberg und das aus Eglosheim, der Mittagstisch, der türkische Elternverein Lutev, der historische Verein Eglosheim, der Obst- und Gartenbauverein mit mobilem, frühlingshaftem Blumenbeet. Außerdem die Landfrauen und die Feuerwehr, die Bäckerei Koch. Das Ganze wurde vom Deutschen Roten Kreuz eskortiert. An zwei Stationen stellten Anwohner Erfrischungsgetränke für die Umzugsteilnehmer bereit.

Angesichts der Kulisse, der Eintracht aller Beteiligten und der Harmonie unter den Nachbarn, geriet OB Spec zum Auftakt ins Schwärmen: „Eglosheim in seiner Vielfalt könnte glatt Vorbild sein für das gerade so zerstrittene Europa.“ Der Zusammenhalt hier sei einfach nur toll. Heiß begehrt waren die, im Übrigen viel zu wenigen Schattenplätze. Trotzdem war der Kelterplatz schon zu nachmittäglicher Stunde in praller Sonne voll und er blieb es bis in die Samstagnacht – durchgehend.

Auch das 43. Kelterplatzfest bestach durch Vielfalt. Auf der Bühne und auf den Tellern. Bunt war das Programm an beiden Tagen, abwechslungsreich das kulinarische Angebot. „Wir wollen Auswahl statt Einerlei“, sagt Heidrun Martini, Vorsitzende de Festkomitees. Deshalb spreche man vorher ab, wer was auf die Speisekarte schreibe, was an Auftritten in Frage kommt. Beteiligt sind vier Abteilungen des SKV, die Fußballer vom TSV, die Feuerwehr und das Rote Kreuz, der Musikverein, die Evangelische Kirche und der türkische Verein Lutev.

Die evangelische Kirchengemeinde bot zum Beispiel Pizza, Kuchen und Chips frisch vom Erdapfel. Bei der Feuerwehr drehten sich die Göckele, Schaschlikspieße kamen vom Grill. Bei den verschiedenen Abteilungen des SKV wurden unter anderem Puten-Gyros, Maultaschen-Burger und Fischvariationen verkauft. Die Klassiker wie Würste, Fleischbrot, Schnitzel und Pommes wurden an mehreren Ständen angeboten. Für den besonderen exotischen Kick sorgte der Türkische Elternverein mit Spezialitäten aus der Heimat. Alle Vereine teilen sich den großen Platz, jeder Gast holt, worauf er Lust hat und sucht sich seinen Platz. Reviere gibt’s keine. „Es ist eine Hocketse im klassischen Sinn“, sagt Martini.

Ein Bühnenprogramm mit Musik und Tanz hat für Unterhaltung gesorgt. Neben den Lokalmatadoren der Musikkapelle Eglosheim und den Tänzerinnen und Tänzern des TSV, auch der Chor der Schubartschule und die Blaskapelle aus Ensingen und die aus Münchingen. Außerdem Tanzgruppen der türkischen Nachbarn und derer, deren Wurzeln in Siebenbürgen sind. Am Samstagabend heizten erneut die „Beatboys“, die Kultband aus Renningen, die Stimmung an. In der Spielstraße durfte an beiden Tagen mit viel Spaß gebastelt und gespielt werden. So wurden auf den letzten Drücker noch schnell ein paar Muttertagsgeschenke gebastelt.

Thomas Faulhaber
13. Mai 2018
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