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Kreis Ludwigsburg

Schnell da und schnell weg

Umgestürzter Baum auf der Straße von Hoheneck nach Benningen.Foto: Oliver Bürkle

Umgestürzte Bäume, auf die Straße gewehte Baustellenschilder- und zäune sowie Äste, die herumwirbelten, hielten die Beamten des Polizeipräsidiums Ludwigsburg am Mittwochvormittag auf Trab. Insgesamt aber hielten sich die Schäden durch Sturm Burglind in Grenzen.

Im Gebiet Kreuzäcker in Bietigheim löste sich an der Fassade eines Wohnhauses ein Teil der Wärmedämmung, zudem eine Blechtafel über der Einfahrt eines Parkhauses. In Gerlingen geschah Ähnliches mit den Aluminiumplatten eines Flachdachs auf einer Länge von etwa acht Metern, dabei entstand ein Schaden von etwa 10 000 Euro. Die Platten stürzten auf die Fahrbahn und beschädigten einen geparkten Ford. In Ditzingen stürzte eine Tanne auf das Flachdach eines Gebäudes; der Schaden: etwa 4000 Euro.

In Vaihingen-Kleinglattbach war ein 52-jähriger Autofahrer mit einem Anhänger unterwegs. Eine Windböe löste den Anhänger von der Kupplung, der gegen ein anderes Auto prallte. Dabei entstand ein Schaden von 1000 Euro. Ein Lkw, der auf der A 81 zwischen den Anschlussstellen Zuffenhausen und Feuerbach unterwegs war, wurde ebenfalls von einer Windböe erfasst und gegen die Leitplanke gedrückt. Der Fahrer wurde leicht verletzt und kam ins Krankenhaus. Während der Bergung mussten alle drei Fahrstreifen gesperrt werden. Es bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern.

Der Sturm „kam schnell, war schnell und war auch schnell wieder weg“, formulierte es Kreisbrandmeister Andy Dorroch. Bis zur Mittagszeit registrierte die Feuerwehr, die im Landkreis mit 18 Wehren im Einsatz war, 60 Notrufe, die meisten davon wegen umgestürzter Bäume. „Zudem wurden viele Fassadenelemente oder Dachteile abgerissen“, sagte Dorroch. In Münchingen hielt eine Photovoltaikanlage dem Wind nicht stand und wurde aus der Verankerung gerissen. In Ludwigsburg funktionierten für kurze Zeit einige Ampelanlagen nicht mehr. „Wir haben das Personal aufgestockt und konnten alle Einsätze schnell entgegennehmen und abarbeiten“, so Dorroch.

Im Raum Oberstenfeld ist – für viele unbemerkt – für rund 20 Minuten der Strom ausgefallen. Laut Auskunft aus dem Oberstenfelder Rathaus waren Gronau und Prevorst sowie das Gebiet Eichhälde in Oberstenfeld betroffen. Schuld daran sei ein Baum, der in eine Freileitung gefallen ist, teilte der Stromversorger Syna mit. Einen anderen Baum hatte es an der Straße zum Lichtenberg hoch, umgedrückt. Bauhofmitarbeiter aus Oberstenfeld zogen ihn zur Seite, Waldarbeiter zersägten den Baum. (red/veb/ann/jsw)

03. Januar 2018
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