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Ludwigsburg

Nachgehakt

Wie schon seit einiger Zeit, veranstalten die Bäderbetreiber, die Stadtwerke, am Ende der Freibadsaison ein Hundeschwimmen für alle, die ihren Vierbeinern was gönnen wollen. Das Gesundheitsamt meldet jedoch keine Bedenken an. Aus hygienischen Gründen spreche nichts dagegen, heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung.

Voraussetzung sei, dass das Beckenwasser vor der nächsten Saison abgelassen, die Becken gründlich gereinigt und die Filter sachkundig gewartet werden. Das Amt verweist darauf, dass der Betreiber vor der neuen Badesaison das neu befüllte Beckenwasser auch mikrobiologisch untersuchen lasse. Dann könnten „gegebenenfalls noch geeignete Maßnahmen“ ergriffen werden. Die Stadtwerke erklären, dass das Hundeschwimmen Schlusspunkt der Saison sei, es werde auch kein Chlor mehr zugesetzt. „Für Menschen ist das Schwimmen im Freibad nach Saisonende nicht gestattet, somit bestehen keine Risiken“, teilt Pressesprecherin Astrid Schulte mit. Die Wasseraufbereitungsanlage sei auch nicht mehr in Betrieb, so dass sich dort keine Keime festsetzen könnten. Bleiben dann Hundehaare in den Filteranlagen hängen? Oder kleben am Beckenrand? Nein, sagt Schulte, „die Haare werden im Frühjahr mit dem Beckenwasser in die Kanalisation geleitet“. Für die Kläranlagen sei dies unproblematisch. Das Wasser bleibt im Winter in den Becken, im März wird es abgelassen. Dann erfolgt die Grundreinigung. Im Frühjahr reichten die normalen Reinigungsmittel aus, es müssten nicht extra Putzmittel verwendet werden. Dass das Wasser mit Haaren und möglichen Keimen über Monate in den Becken bleibt, mag manchen stören. Das mit dem Wasser hat einen Grund, sagen die Stadtwerke. Dadurch könnten Frostschäden an den Fliesen vermieden werden. (hpj)

12. September 2018
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