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Hemmingen

Kein Schimmel und wohl keine Nässe mehr

Feuchte Flecken gibt es an einigen Stellen der Schule. Foto: H. Wolschendorf

Zwei Zimmer mussten gesperrt werden, einige Schüler und auch Lehrer klagten über Probleme – nun aber gibt es mit Blick auf mögliche Schimmelpilze in der Hemminger Grundschule Entwarnung. Beprobungen hätten keinen gesundheitsbedenklichen Befall ergeben, sagte Bürgermeister Thomas Schäfer. Die Zimmer könnten also weiterhin genutzt werden, nachdem sie richtig durchgelüftet und getrocknet seien, weiß der Rektor Eberhard Kammerer.

Auch bei der Suche nach dem Grund für den – eigentlich seit drei Jahren zumindest im Grundsatz bekannten – Wassereintritt in einen Anbau der Schule ist man offenbar ein paar Schritte weiter. Das Dach sei mittlerweile abgeräumt, dabei seien einige Schäden entdeckt worden, so Schäfer. Unter anderem habe man ein Abwasserrohr entdeckt, das wohl aus Versehen mit Dübeln angebohrt worden sei. Zudem seien teils Rohre für die Entlüftungen verstopft gewesen. An einigen Stellen habe man mit Bitumen die Flachdachabflüsse neu abgedichtet. Anfang kommender Woche soll mit Hilfe der Feuerwehr das Dach geflutet werden, um zu testen, ob es nun dicht sei.

Eberhard Kammerer zeigt sich zuversichtlich, dass die Arbeiten Wirkung zeigen. „Ich bin da zusammen mit den Fachleuten guter Dinge.“ Die Stilllegung von Räumen hatte ihn aufgrund der vorhandenen Kapazität in die Bredouille gebracht, unter anderem musste deshalb die Vorbereitungsklasse der Glemstalschule wieder zurück nach Schwieberdingen in ein Provisorium ziehen. Hätte sich die Feuchtigkeit und die Klagen ausgeweitet, hätte möglicherweise auch die eigene Vorbereitungsklasse weichen müssen.

Nach dem überraschenden Rückzug des Ortsbaumeisters liegt die Verantwortung für die Sanierung nun in den Händen von Jörg Haspel, Ingenieur für das Bauwesen und Gemeinderatsmitglied. Aufgrund dieser Funktion habe er eigentlich keine Aufträge der Kommune annehmen wollen, sei aber angesichts der Brisanz von Verwaltung und Gemeinderat „quasi genötigt“ worden, so Schäfer. Haspel habe durch seinen Beruf auch kurzfristig entsprechende Handwerker organisieren können, zusammen mit dem Bauhof, der das Dach abgeräumt habe, habe man „relativ schnell eine schlagkräftige Truppe“ zur Unterstützung bekommen.

Schäfer hat unterdessen erste Gespräche mit möglichen Nachfolgern als Ortsbaumeister geführt. Ob einer der Kandidaten aber aufgrund von Kündigungsfristen dieses Jahr starten könne, sei noch offen. Der bisherige Ortsbaumeister, der wegen des langen Stillstands bei der Ursachensuche und Äußerungen in einem TV-Beitrag im Gemeinderat viel Kritik hatte einstecken müssen, hatte Anfang April seinen Dienst quittiert. Aufgrund von Resturlaub hatte er daraufhin das Rathaus nahezu umgehend verlassen – wenige Monate vor seinem Ruhestand.

Julia Schweizer
08. Mai 2018
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