Samstag, 18.08.2018, 17:54 Uhr
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CLEEBRONN

Große Silvesterparty mitten im Sommer

Wer einen Sitzplatz hatte, nahm im abgesperrten Bereich auf Klappstühlen Platz. Die Kenner hatten sich Decken mitgebracht und machten es sich auf den Wiesen gemütlich. Verschiedene Caterer sorgten für das leibliche Wohl, doch hatten auch viele Besucher Picknick dabei.

Bevor die drei preisgekrönten Feuerwerkprofis mit ihren Teams um die Gunst des Publikums kämpften, gab es ein Rahmenprogramm. Dazu gehörte Livemusik mit Rose Bogey’s. Außerdem unterhielt „360 Grad Event“ das Publikum mit Trommelshows, Stelzenläufern und einer Feuershow. In der zunehmenden Dunkelheit ließen die Akteure rasant brennende Fackeln kreisen und spuckten Feuer. Jürgen Matkowitz, der auch beim Wettkampf antrat, bot außer Konkurrenz auch eine multimediale Licht- und Lasershow mit zum Teil bizarren Lichteffekten. Beim Tagesfeuerwerk durften drei Zuschauer ihr Glück versuchen. Von zahlreichen Zündschnüren waren nur vier funktionstüchtig. Wer die richtige Zahl tippte, wurde mit einem Gewinn belohnt.

Die eigentliche Hauptattraktion begann mit kompletter Dunkelheit. Die Konkurrenten Mark Schmidt, Mathias Kürbs und Jürgen Matkowitz gaben alles, um den Pokal mit nach Hause nehmen zu können. Synchron zur Elektromusik zauberten sie beeindruckende Fontänen und bunte Feuerwerksblüten, Sternen- und Glitzerregen an den nachtdunklen Himmel. Es waren ausgefeilte Choreographien mit durchdacht aufgebauter Dramaturgie. Raketen, Bomben, Bengalos und Knaller sorgten für tolle Effekte. Alle drei waren ausgezeichnet. Wer die Trophäe für das beste Feuerwerk bekam, entschied das Publikum mit Applaus, der mit einem Dezibelgerät gemessen wurde. Gewonnen hat Mathias Kürbs.

Aber nicht nur zahlreiche Zuschauer verfolgten das Spektakel, sondern auch 40 Feuerwehrleute. Wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit mit erhöhter Brandgefahr galten verschärfte Brandschutzbestimmungen. Anders als bei den „Pyro Games“ in den Vorjahren war nicht nur die Feuerwehr Cleebronn mit zwei Löschfahrzeugen im Einsatz, sondern auch die Floriansjünger aus Brackenheim und Bönnigheim mit insgesamt drei zusätzlichen Fahrzeugen. „Wir wässern schon seit Tagen den Abbrennplatz und es dürfen nur Feuerwerkskörper verwendet werden, die komplett am Himmel verglühen“, erklärte Steffen Burrer, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Cleebronn und Einsatzleiter, die strengen Auflagen. „Die Feuerwerke werden schräg Richtung Bönnigheim abgefeuert, so dass sie komplett vom Wald weg sind.“ Zusätzlich zu den 40 Feuerwehrleuten seien zahlreiche Ordnungskräfte des Veranstalters unterwegs, um mögliche Brandherde aufzuspüren. Als große Gefahr wertete Burrer auch die zahlreichen Menschen außerhalb des Parks, die als Zaungäste das Feuerwerk genießen wollten und ihre „Grills kreuz und quer auf trockenen Wiesen aufgestellt“ hatten. „Drei Löschfahrzeuge sind mobil, um sofort entsprechend reagieren zu können“, erklärte Burrer.

Beate Volmari
06. August 2018
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