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GROßBOTTWAR

Ein Viertele in praller Sommerhitze

Vier Stationen, vier unterschiedliche Musikstile: Die Besucher des „Klingenden Weinbergs“ haben genug Auswahl; da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Foto: Andreas Essig

Die Bottwartaler Winzer haben an dem bewährten Konzept der vergangenen beiden Jahre festgehalten.

Auf einem 1,8 Kilometer langen Rundkurs führen die Wengerter ihr Publikum durch den Wunnenstein. Die Besucher haben die Qual der Wahl und können an vier Stationen eine Rast einlegen. Dort warten verschiedene Bands und unterhalten die Gäste mit ganz unterschiedlichen Musikstilen. Das Angebot ist breitgefächert und reicht von Rock und Pop über Country bis hin zu Swing und Jazz.

„Es gibt doch nichts Schöneres, als Wein und Musik in einem solchen Ambiente zu genießen“, meint Organisator Albert Schlipf. „Und das im Einklang mit der Natur, das sind die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Abend.“ Allerdings nur, wenn das Wetter mitspielt.

Am Samstagabend strahlt zwar die Sonne, aber es ist ziemlich heiß. „Gerade hat das Thermometer in meinem Auto noch 36 Grad angezeigt“, sagt Schlipf gegen 18.30 Uhr. Tatsächlich scheint die Hitze anfangs noch einige Weinfreunde von der Wanderung durch den Weinberg abzuhalten, der Ansturm ist zunächst längst nicht so groß wie im vergangenen Jahr.

Wer es in der prallen Abendsonne bis zur ersten Station schafft, ist schon ordentlich durchgeschwitzt und hat sich sein erstes Viertele redlich verdient. Zudem können die Weinwanderer von ihrem erhöhten Standpunkt aus ein grandioses Panorama genießen. Im Osten thront Burg Lichtenberg, im Süden und Westen werden die Konturen des Marbacher Kraftwerks, des Hohenaspergs und des Kleiningersheimer Windrades sichtbar – dieser Ausblick ist beeindruckend – auch wenn an diesem Abend die Sicht etwas diesig ist, trotz des wolkenlosen Himmels.

Erste Etappe: Auf dem Parkplatz

In diesem Jahr haben die Bottwartaler Winzer den Wunnenstein-Parkplatz stärker als in den vergangenen beiden Jahren ins Geschehen mit einbezogen. Dort spielt erstmals eine Band, Didi and Friends sorgen mit akustischer Gitarrenmusik für Stimmung. Wer auf den schweißtreibenden Aufstieg verzichten will, kann auch hier schon sein Viertele schlotzen.

Angesichts der Hitze habe er Verständnis für alle, die sich nicht auf den Rundgang durch die Weinberge begeben, meint Organisator Schlipf, „auch wenn das den Grundcharakter der Veranstaltung ein wenig untergräbt“. Tatsächlich zieht es viele Besucher erst einmal auf den Parkplatz. Spätestens eine halbe Stunde nach der Eröffnung aber wagen sich immer mehr Neugierige in die Weinberge. Auch Erika Rittberger und Ilona Haag, die beiden Beilsteinerinnen sind Stammgäste und schon zum dritten Mal dabei.

Bislang seien sie stets aus Beilstein auf den Wunnenstein gewandert, erzählt Erika Rittberger. In diesem Jahr sei es allerdings zu heiß für den langen Marsch gewesen, deshalb hätten sie sich ausnahmsweise fahren lassen.

Der „Klingende Weinberg“ sei eine nette Veranstaltung, findet Erika Rittberger. „Einwandfrei, wir kommen immer wieder gerne.“ Allerdings ist auch ihr aufgefallen, dass der große Ansturm des vergangenen Jahres am frühen Abend noch auf sich warten lässt. „Es ist einfach noch zu heiß, die Leute kommen bestimmt später“, meint sie. „Aber das macht nichts, dann bleiben wir halt auch länger.“

Frank Klein
05. August 2018
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