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Kreis Ludwigsburg

Bahn weitet 15-Minuten-Takt aus

Auch an Wochenenden wird die S-Bahn künftig zwischen Marbach und Backnang im Halbstundentakt fahren. Foto: Ramona Theiss

Es sind vor allem die Touristen im Bottwartal, die die Deutsche Bahn besser bedienen will. Mit dem neuen Fahrplan, der am kommenden Wochenende in Kraft tritt, fährt die S 4 auch samstags und an Sonn- und Feiertagen zwischen Marbach und Backnang im Halbstundentakt. „Damit kommen wir den Bedürfnissen der vielen Besucher und Ausflügler entgegen, im Bottwartal auch mit der Bahn unterwegs zu sein“, sagte gestern ein Sprecher der DB in Stuttgart. Bislang gilt dieses Angebot nur unter der Woche.

Mit dem Jahresfahrplan 2018 wird außerdem der 15-MinutenTakt stufenweise ausgeweitet. Er gilt dann den ganzen Tag über. Im ersten von vier Schritten wird der Viertelstundentakt auf den Linien S 1 bis S 6 schon ab Dezember auf den Zeitraum von 15 bis 20.30 Uhr ausgedehnt. Bislang galt er eine Stunde weniger. Die insgesamt 30 zusätzlichen Fahrten sollen für ein attraktiveres Angebot für die Pendler sorgen. Immer wieder kommt es vor, dass Fahrgäste etwas länger Zeit benötigen, um in die Züge ein- und auszusteigen. Das liegt auch an den höheren Fahrgastzahlen. „Deshalb werden die Haltezeiten an zahlreichen Stationen ausgeweitet, so der DB-Sprecher. Durch diese Fahrplanänderung wird auch der Endbahnhof Bietigheim-Bissingen etwa eine Minute später erreicht als bislang. Dies gilt für die Linie S 5.

In den S-Bahnen soll außerdem das WLAN ausgebaut werden. Bis Sommer 2018 sollen 60 Fahrzeuge auf den Linien 4,5,6 und 60 mit kostenlosem Wi-Fi ausgerüstet werden. Bis 2019 sollen dann alle 150 Wagen über ein solches Angebot verfügen.

Nach fast zwölf Monaten im Probebetrieb nimmt der neueste Fernverkehrszug der Bahn, der ICE 4, den Regelbetrieb auf. Ab Dezember 2017 werden fünf ICE- 4-Züge auf den Verbindungen zwischen Hamburg und Stuttgart sowie Hamburg und München fahren. Auf diesen nachfragestarken Strecken reisen mehr als 10 000 Reisende pro Tag und damit etwa drei Prozent aller Fahrgäste des Fernverkehrs.

Die ICE-Linie Stuttgart–Berlin fährt künftig ab Fulda nicht mehr über Kassel, sondern über den neuen ICE-Anschlussknoten Erfurt. Dadurch erreichen Reisende aus Stuttgart und Mannheim Ziele wie Erfurt oder Leipzig, ohne umzusteigen. Die Fahrzeit nach Berlin verändert sich nicht.

Nach Hildesheim und Braunschweig gibt es in diesen Zeitlagen ersatzweise gleich schnelle Anschlussverbindungen über Fulda. Nach Göttingen und Kassel bleiben ab Stuttgart zweistündliche Direktverbindungen mit der ICE-Linie in Richtung Hamburg bestehen.

Auf der Gäubahn startet das gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) vereinbarte Angebotskonzept: Die IC-Verbindungen zwischen Stuttgart, Singen und Zürich verdoppeln sich auf einen Stundentakt.

Neuerungen gibt es auch im Stadtbahnverkehr. Am Samstag geht die neue Streckenführung der Stadtbahnlinie U12 in Betrieb. Dann fährt anstelle der U14 die U12 bis nach Remseck. Die U12 ist künftig von Remseck über Mühlhausen, Hallschlag, Löwentor, Nordbahnhof und die neue Haltestelle Budapester Platz im Europaviertel zum Hauptbahnhof und weiter über Schlossplatz und Charlottenplatz nach Degerloch unterwegs.

Durch die neue Linienführung sparen die Fahrgäste aus Remseck künftig Zeit – denn der Weg ins Stadtzentrum ist gegenüber der Fahrt mit der U14 über die Mineralbäder in Bad Cannstatt um etwa fünf Minuten kürzer. Wer nach Bad Cannstatt möchte, kann künftig in Mühlhausen in die U14 umsteigen.

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Stephan Wolf
05. Dezember 2017
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