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Bönnigheim

Albrecht Dautel holt 96,5 Prozent

Bürgermeister Kornelius Bamberger (rechts) gratuliert Albrecht Dautel und seiner Frau Tina mit den drei Kindern.Foto: Alfred Drossel

Insgesamt 6035 Stimmberechtigte waren in Bönnigheim, Hofen und Hohenstein zum Urnengang aufgerufen. Nur 2261 gaben ihre Stimme ab. Davon entfielen auf Albrecht Dautel 2134 Stimmen – 96,5 Prozent. Doch bis es für seinen Wahlsieg Beifall im Rathaus gab und nahezu alle Bürgermeisterkollegen diesseits und jenseits der Kreisgrenze gratulieren konnten, und die Stadtkapelle aufspielte, vergingen fast eineinhalb Stunden nach Schließung der Wahllokale. Der Gemeindewahlausschuss prüfte umstrittene Stimmzettel und stellte das vorläufige amtliche Ergebnis mit akribischer Genauigkeit unter der Leitung von Timo Steinhilper fest.

Bönnigheims bisheriger Bürgermeister Kornelius Bamberger verkündete die Zahlen in der überfüllten Rathaushalle. Es folgte langer Applaus für den Wahlsieger Albrecht Dautel. Dann überreichte Bamberger Tina Dautel einen Blumenstrauß und Albrecht Dautel eine Flasche Bönnigheimer Wein. Der nahm lächelnd und zufrieden die Glückwünsche entgegen. Besigheims Bürgermeister Steffen Bühler, der mit Dautel im Gemeindeverwaltungsverband gut zusammenarbeitet, war der erste Gratulant.

„Ich freue mich saumäßig“, sagte der Wahlsieger, der sich bei seinen Wählern und Unterstützern bedankte. Er freue sich auf die Zusammenarbeit in den nächsten acht Jahren. Der 42-Jährige Albrecht Dautel wird sein Amt am 16. Juli in Bönnigheim antreten. Drei Tage vorher wird Kornelius Bamberger verabschiedet. Am Wochenende darauf wird der neue Schultes dann das Ganerbenfest eröffnen und die umgebaute Innenstadt einweihen.

Bis zum gestrigen Mittag war etwa nur ein Viertel der Wähler in die Wahllokale gekommen. Ein Wähler hatte auf seinem Stimmzettel wütend vermerkt, dass es keine Wahl sei. Denn neben Dautel hatten sich nur die zwei Dauerkandidaten Ulrich Raisch und Fridi Miller zur Wahl gestellt. Anderen waren die drei Namen zu wenig; sie fügten neue hinzu. Etwa Donald Duck, Harry Potter und Barrack Obama. Aber auch Bönnigheimer Namen waren zu finden. Jeweils eine Stimme bekamen Amtsinhaber Kornelius Bamberger und sein Erligheimer Kollege Rainer Schäuffele.

Enttäuscht aber nicht entmutigt gab sich Dauerbewerber Ulrich Raisch. Fridi Miller, die nie in Bönnigheim gewesen ist, hat mehr Stimmen bekommen als er. Seine Bewerbung werde er auf alle Fälle in Walheim und zum Jahresende auch in Mundelsheim abgeben, kündigte Raisch an und meinte: „Ich kandidiere grundsätzlich überall.“

Alfred Drossel
16. April 2018
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