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Ludwigsburg

„Freiwillig stark“: Kommune nimmt Vorbildfunktion ein

Für die Umsetzung wurde eine kurzzeitige Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Feuerwehr, Verwaltung und Gemeinderat gebildet, die einige Vorschläge erarbeitet hat. Diese legen das Augenmerk auf das zentrale Anliegen des Strategiepapiers, nämlich den Feuerwehrleuten Wertschätzung zu zeigen und ihnen „Danke“ zu sagen. Bürgermeister Günther Pilz stellte die Vorschläge jetzt dem Gemeinderat zur Abstimmung vor. Bislang bekam die Feuerwehr eine jährliche Pauschale von 2820 Euro, die vom Feuerwehrausschuss bedarfsgerecht eingesetzt wurde. Das Geld reichte jedoch bestenfalls für den üblichen Ausgleich in Höhe von fünf Euro pro Übung und Teilnehmer, für Ausflüge oder Geschenke blieb nichts übrig. Jetzt sollen die Mannschaftskasse und die Entschädigung für Aufwendungen des regelmäßigen Übungsdienstes voneinander losgelöst werden. Der Kommandant meldet der Gemeinde, welche Wehrleute an wie vielen Übungseinheiten teilgenommen haben. Pro Übung zahlt die Gemeinde dann für jeden Teilnehmer fünf Euro.

Unabhängig davon gibt es künftig 1000 Euro für die Kameradschaftskasse. Dieser Betrag kann für Ausflüge oder Veranstaltungen eingesetzt werden. Außerdem sollen die aktiven Einsatzkräfte ein persönliches Jahresgeschenk als Zeichen der Wertschätzung und damit zur Stärkung des Ehrenamtes erhalten. Dafür wird ein Gutscheinkatalog mit Geschenkgutscheinen örtlicher und regionaler Betriebe im Wert von 30 bis 50 Euro erstellt. Die Feuerwehrleute können selbst aussuchen, welchen Gutschein sie erhalten möchten. Die organisatorische Abwicklung übernimmt die Gemeindeverwaltung.

Eine besondere Wertschätzung soll es für Dienstjubiläen geben. Wer 25, 40 oder 50 Jahre Dienst leistet, erhält einen Gutschein für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrhotel Titisee. Die Kosten belaufen sich pro Person nach derzeitigem Stand auf rund 480 Euro. Mitreisende Partner müssen selbst zahlen. Pilz betonte, dass ein derartiges Dienstjubiläum bei der momentanen Struktur der Feuerwehr nur selten vorkommen werde. Die Mehrkosten für die Umsetzung aller Vorschläge, die vom Gemeinderat beschlossen wurden, belaufen sich auf knapp 3000 Euro im Jahr. Wie Pilz sagte, seien darüber hinaus keine weiteren Vorschläge entwickelt worden, auch die Feuerwehr habe keine weiteren Wünsche geäußert. Deshalb werde die Arbeitsgruppe wieder aufgelöst.

Beate Volmari
10. Februar 2017
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