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Ludwigsburg

Unentschieden für SG ein gefühlter Sieg

Patrick Weber (TSG) gegen Paco Barthe (BBM, rechts). Foto: Baumann

Mehr Spannung geht nicht! Wer am Samstag bei den Bietigheimer Handballern zuschaute, konnte sich am Sonntag den Tatort sparen. Beim 31:31 der SG BBM gegen die TSG Friesenheim war von beiden Mannschaften und den 1320 Zuschauern in der Halle am Viadukt Nervenstärke gefragt.

Unter dem Strich entpuppte sich das Unentschieden als gefühlter Sieg. Mit dem Remis konnte die SG (36:16) den 4-Punkte-Vorsprung auf Friesenheim (30:20) halten. Hartmut Mayerhoffer freute sich vor allem für die Fans. „Heute ist jeder zufrieden nach Hause gegangen. Das war Werbung für den Handball und hat allen Spaß gemacht“, befand der BBM-Trainer. Beifall erntete vor allem die Flügelzange. Rückraumspieler Jan Asmuth und Rechtsaußen Julian Döll erzielten zusammen zwölf Treffer. „Julian hatte mit acht Toren bei neun Versuchen eine Superquote und Jan erzielte den wichtigen Ausgleich zum 31:31“, lobte Mayerhoffer.

Im ersten Durchgang schenkten sich die beiden Teams nichts. 15-mal stand die Parte unentschieden, ehe es mit einer knappen 17:16-Führung der SG in die Kabinen ging. Nach dem Wechsel stellte Friesenheim seine Abwehr von 6:0 auf 5:1 ein – ein Schachzug, der den Eulen beim Duell im Achtelfinale des DHB-Pokals den 32:29-Sieg brachte. Bietigheim wollte sich nicht noch einmal überraschen lassen, das Taktiktraining zahlte sich zunächst aus. Das BBM-Team legte vor, hatte beim 20:17, 23:20 und 24:21 die besseren Karten. Zehn Minuten vor dem Abpfiff führten die Enzstädter noch mit 27:25. Der Vorteil wurde aber verspielt. „Wir haben in dieser Phase zu viel geworfen“, monierte Mayerhoffer. Und zu schlecht. Jeder Fehler wurde von Pfälzern bestraft, die mit drei Treffern in Folge das Ergebnis drehten.

Bietigheims Coach wollte die Gäste mit einer Auszeit stoppen. Sofort nach dem Tor zum 27:28 legte er die grüne Karte. Dennoch wurde aus dem 27:28 sogar ein 29:31. Knapp fünf Minuten waren noch zu spielen, eine Niederlage drohte. Doch die SG hielt dagegen. Unterstützt von den Fans, die es längst nicht mehr auf den Sitzen hielt, schaffte Robin Haller zunächst per Strafwurf das 30:31, ehe Jan Asmuth zum gerechten 31:31-Ausgleich einnetzte.

SG BBM: Edvaldsson (1.-30. Min., 50.-60.), Ebner (31.-50.); Haller (2/1), Rentschler (2), Dahlhaus (2), Schäfer (2/1), Gerdas (6), Barthe (4), Asmuth (4), Scholz, Döll (8), Emrich, Emanuel (1)

von paul herbinger
19. März 2017
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