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Ludwigsburg

Ludwigsburg greift Bonn und Oldenburg an

Verbissener Kampf: Die Ludwigsburger D.J. Kennedy (Nr. 1) und Kelvin Martin (Mitte) gegen Braunschweigs Jamal Boykin (rechts).Foto: Baumann

„Wie hat Oldenburg gespielt?“, lautete entgegen den Gepflogenheiten die erste Frage von John Patrick, als er den Presseraum betrat. „They lost“, so die knappe Antwort, die den Riesen-Coach zufrieden stimmte. Denn durch die Niederlage der Oldenburger bei Schlusslicht Vechta (76:89) und dem Rückschlag der Telekom Baskets Bonn in Bremerhaven (103:113) ist es im Kampf um die Play-off-Plätze wieder eng geworden. Ludwigsburg kann sich bereits am nächsten Sonntag (in Bonn) weiter an der Konkurrenz vorbeiarbeiten. Das Hinspiel hatten die Riesen mit 82:68 klar für sich entschieden.

Dabei war der Auftritt gegen den Tabellen-16. aus Niedersachsen nach einem überzeugenden ersten Viertel (30:19) alles andere als ein Selbstläufer. Bei den Ludwigsburgern machte sich das angeschlagene Korsett bemerkbar. Tekele Cotton, neben Johannes Thiemann (13 Punkte/12 Rebounds) der effektivste Spieler, kam im Schlussviertel kaum noch zum Einsatz. Bis zur Halbzeit hatte der Shooting Guard bereits 15 Punkte (davon 3 Dreier) und 3 Assists auf seinem Konto. Rocky Trice, ebenfalls angeschlagen, bekam von Trainer Patrick eine Verschnaufpause zugestanden.

Anstelle von Trice spielte Rückkehrer D.J. Kennedy, der für sein mit Spannung erwartetes Comeback mit tosendem Applaus empfangen wurde. „Er hat nach einem Monat Spielpause noch nicht die Kondition und wird in den nächsten Tagen hart mit unseren Fitness-Coach arbeiten müssen. Aber ich bin zufrieden, denn er hat im Passspiel positive Sachen gezeigt“, so Patrick.

Ludwigsburg lag fast die gesamte Spielzeit über in Führung. Dank eines starken Jack Cooley, der zehn seiner 16 Punkte im ersten Viertel vorlegte, schafften sich die Riesen einen Vorsprung (30:19). Braunschweig kam durch einige Treffer von der Dreierlinie bis zur Halbzeitpause auf 40:48 heran.

Dank eines 15:2-Zwischenspurts im dritten Viertel schienen die Riesen sicher auf die Siegerstraße einzubiegen. Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen und hielten viertelübergreifen einen 13:0-Lauf dagegen, der sie auf 65:60 heranbrachte. Vier Sekunden vor dem Ende brachte Dyshawn Pierre, mit 27 Punkten Topscorer der Partie, die Löwen sogar bis auf zwei Zähler heran. Der letzte Dreier von Thomas Klepeisz verfehlte sein Ziel.

„Wir hatten uns vorgenommen alles in die Waagschale zu werfen und auf jeden Fall 40 Minuten alles zu geben“, sagte Löwen-Trainer Frank Mentz. „Das letzte Viertel haben wir mit 10 gewonnen und gekämpft wie die Löwen, daher bin ich zufrieden“, fügte er hinzu.

von andreas steimann
19. März 2017
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