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Löchgau träum tvom nächsten Coup

FVL-Coach Thomas Herbst (links) kann heute wieder auf Fabian Kirsten (r.) zählen. Foto: Baumann

Erst hui, dann pfui – auf diesen knappen Nenner lassen sich die bisherigen beiden Auftritte des FV Löchgau im Jahr 2017 bringen. Dem Sensationssieg gegen den SGV Freiberg folgte beim 1:4 in Albstadt die höchste Saisonniederlage des ansonsten so defensivstarken Aufsteigers.

„Da haben wir uns im Prinzip alle vier Gegentore selbst reingeschossen“, sagt Löchgaus Sportlicher Leiter, Daniel Brodbeck. „Bei uns sind einfach noch gewisse Schwankungen da. Angesichts des Alters der Mannschaft ist das aber auch erklärbar“, findet Trainer Thomas Herbst mit einigen Tagen Abstand.

Vielleicht kommt es dem FVL daher zupass, dass die sonntägliche Aufgabe (Anstoß 15.30 Uhr) gegen Ilshofen von der Ausgangslage eher dem Freibergspiel ähnelt. „Wenn ich an die erste Halbzeit im Hinspiel zurückdenke, dann war das mit der stärkste Gegner, den wir hatten“, erinnert sich Herbst zurück. Als ein Team, das konsequent den Weg nach vorne sucht, gilt der Gast, dem perspektivisch viele den Sprung in die Oberliga zutrauen.

„In Ilshofen haben wir dann mit einer guten kämpferischen Leistung ins Spiel gefunden“, so Herbst weiter, der am Sonntag mit einer ähnlichen Rollenverteilung rechnet. „Wir müssen ab dem ersten Moment da sein und höllisch aufpassen“, schärft er seinen Akteuren ein, nachdem diese sich in der Vorwoche ungewohnte individuelle Patzer leisteten.

In seiner Startelf ist vor allem die Besetzung einer Planstelle noch offen. Da Shpejtim Islamaj rotgesperrt fehlt, wird noch der Partner von Salvatore Langella in der Mittelfeldzentrale gesucht. Fabian Kirsten könnte hier nach langer Verletzungspause eine Option sein. Neu ins Team könnte zudem Giosue Tolomeo auf der linken Außenbahn kommen, zumal Kai Irrgang in dieser Woche nur eingeschränkt trainieren konnte.

Neckarrems schon heute um 14 Uhr

Schon um 14 Uhr ist heute der VfB Neckarrems gefordert. Dann ist die mit zwei Siegen ins Jahr gestartete Elf von Trainer Markus Koch beim alten Rivalen in Schwäbisch Hall zu Gast. Zu den besseren Teams mit Perspektive nach oben wurden die Haller vor der Saison gezählt. Nach knapp zwei Dritteln der Runde rangiert man jedoch auf einem ernüchternden Abstiegsrang. Mit sieben Punkten ist der Rückstand aufs rettende Ufer schon beträchtlich.

„Ich rechne aber noch mit ihnen“, sagt VfB-Trainer Markus Koch, denn wie seine eigene Elf sind auch die Sportfreunde 2017 noch ungeschlagen. Während der VfB jedoch mit zwei Siegen glänzend in die Rückserie gestartet ist und sich auf den dritten Tabellenplatz vorschob, reichte es für die im Winter mit neuem Trainer und einigen Verstärkungen ausgestatteten Haller bislang nur zu zwei Remis – allerdings gegen starke Gegner.

„In der Vergangenheit waren sie immer ein Team, dass Fußball spielen und mit viel Ballbesitz Dominanz ausüben wollte“, erzählt Koch, dem sich zudem die stets emotionale Atmosphäre bei Auswärtsspielen in Hall eingeprägt hat. „Dort zu gewinnen, ist dann doppelt schön“, sagt er.

Allerdings betritt seine Elf heute mehr oder weniger Neuland, denn es wird auf Naturrasen gespielt. „Letztmals haben wir im November in Gmünd auf echtem Rasen gespielt. Trainiert haben wir in der Zwischenzeit ausschließlich auf Kunstrasen“, erzählt der Trainer der Remser.

Wie fast schon gewohnt, muss er in der Startelf kleine Änderungen vornehmen, denn Sven Franzen unterzog sich in dieser Woche der lange geplanten Knie-OP und fällt nun für drei bis vier Wochen aus. Da passt es gut, dass Luigi Ancona und Tim Scheuerle ihre Gelb-Rot-Sperren abgesessen haben. Zumindest Ancona dürfte mit ziemlicher Sicherheit wieder in die erste Elf rücken.

Bernd Seib
17. März 2017
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