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Ludwigsburg

Turm wird wie geplant heute gesprengt

Heute soll das alte Getreidesilo auf dem ehemaligen Baywa-Areal, 30 Meter hoch, punkt 15 Uhr gesprengt werden. Bis gestern stand noch nicht fest, ob es nicht doch noch Einwände dazu gibt. Der Fachbereich Gewerbeaufsicht des Landratsamts hatte kurz zuvor weitere Unterlagen von dem beauftragten Sprengunternehmen aus Thüringen angefordert.

Insbesondere die Anwohner in der Schönbeinstraße haben ihre Sorgen vorgebracht. Sie befürchteten (und befürchten nach wie vor), dass ihre Häuser durch die Druckwelle des umstürzenden Gebäudes Schaden nehmen. In einigen Punkten fanden sie Gehör. Wie berichtet, ist bei einer Reihe der betroffenen Häuser ein Beweissicherungsverfahren durchgeführt worden. Die Häuser wurden besichtigt, Risse dokumentiert. Auch die Fallrichtung soll geändert werden. Der Investor als Verantwortlicher der Sprengung ist auf den Vorschlag eingegangen, den der Sprengmeister gegenüber den Anwohnern vor wenigen Tagen geäußert hatte.

Auf eigene Initiative beantragte die Firma Strenger bei der Gewerbeaufsicht, die Fallrichtung um 90 Grad zu drehen, so dass der Turm nicht mehr längs der Straße, sondern weg von den benachbarten Häusern zu Fall kommt. Gestern fand eine Besprechung auf dem Gelände statt, wie das Landratsamt mitteilt. Dabei ging es auch um die Sicherung der Häuser.

Somit steht erst seit gestern fest, dass die Sprengung auch wirklich durchgeführt wird. Bei der Besprechung seien auch weitere Details erörtert worden. Neu angelegt werden musste die Fallgrube des Turms, immerhin 35 Meter lang und aufgefüllt mit losem Bauschutt für einen weichen Fall. Der Sprengmeister habe, so das Landratsamt, über zusätzliche Maßnahmen am Sprengobjekt berichtet, die es erlaubten, den Gefahrenbereich im Bereich der Schönbeinstraße/Friedensstraße zu reduzieren. Wie die Pressestelle mitteilt, sei damit „eine Evakuierung der Anwohner der Schönbeinstraße nicht mehr erforderlich“. Die von der Gewerbeaufsicht geforderten Nachweise wie Schadstofffreiheit der Bausubstanz und Beweissicherungsverfahren seien erbracht worden, heißt es.

Hans-Peter Jans
10. Februar 2017
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