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Ludwigsburg

Stadt schätzt Kosten für neue OPS auf 70 Millionen Euro

Mit jeder Kostenberechnung wird der Neubau der Oscar-Paret-Schule in Freiberg samt Sporthalle und Parkdeck teurer. In der aktuellsten Schätzung geht die Stadtverwaltung von 70 Millionen Euro aus. Die Höhe der Landeszuschüsse liegt den Berechnungen zufolge bei 15 Millionen Euro. Es verbleibt also ein Eigenanteil für die Stadt von 55 Millionen Euro. Dieser Eigenanteil wird laut Mitteilung der Freiberger Verwaltung zum einen über verfügbare Mittel, zum anderen über Kredite finanziert. Verfügbare Eigenmittel sind in Höhe von rund 20 Millionen Euro zur Finanzierung eingeplant. Es müssen demnach Darlehen in Höhe von 35 Millionen Euro aufgenommen werden.

„Die Finanzierung des Vorhabens stellt für die Stadt eine große Herausforderung dar, die jedoch über den langen Zeitraum von mindestens 20 Jahren leistbar ist“, teilt die Stadt weiter mit. Im Zeitraum von 2008 bis Ende 2016 habe die Stadt Freiberg einen vergleichbar hohen Betrag erwirtschaftet, um Schulden abzubauen, Rücklagen zu bilden und gleichzeitig zu investieren. Insofern schätzt die Stadtverwaltung, dass nach 20 Jahren etwa 70 bis 80 Prozent der Schulden getilgt sein könnten.

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung, die gestern Abend ausnahmsweise im Prisma stattgefunden hat, präsentierte die Stadtverwaltung dem Gremium nicht nur den Finanzierungsplan für den Schulneubau, sondern auch den Entwurf des Büros MVM und Starke in Köln, der beim Architektenwettbewerb Ende Januar von einem unabhängigen Preisgericht zum Sieger gewählt wurde (wir berichteten).

Bürgermeister Dirk Schaible ist von dem großen Potenzial des Entwurfs überzeugt: „Die Schulorganisation kann mit diesem Entwurf wunschgemäß flexibel umgesetzt und das städtebauliche Konzept optimal entfaltet werden. Wir müssen die große Chance begreifen, die sich hier für unsere junge Stadt bietet“, betont der Verwaltungschef . „Wir erhalten ein optimal auf den Bedarf der Schule ausgerichtetes und an kommende Entwicklungen anpassungsfähiges Schulgebäude. Es entsteht Raum für neue Geschäfte und Dienstleistungen, für dringend gebrauchten, zentral gelegenen Wohnraum und für begrünte Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität in unserem Stadtzentrum.“ Dass man solche Entwicklungsmöglichkeiten in Freiberg habe, sei ein großer Vorteil, den man als Zukunftschance nutzen müsse. (elf/red)

16. Februar 2017
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