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Ludwigsburg

Sinnloses Wüten auf Streuobstwiese

Mit einer Mischung aus Wut und Trauer hat Martina Lausmann auf das reagiert, was sich kürzlich auf der Streuobstwiese im Bereich Mörikestraße/Schliefenstraße ereignet hat. Dort sind sechs Bäume stark beschädigt worden. Drei haben so schwere Schäden davon getragen, dass sie jetzt entfernt werden müssen. Leitäste wurden abgeknickt, an einem Baum wurde ein Plastikband um den Stamm geschnürt.

Die Wiese gehört der Stadt Ludwigsburg. Die Streuobstwiesenpädagogin ist oft mit Schulklassen aus der Pestalozzi- und der Friedensschule vor Ort, um den Kindern die Natur und vor allem die Flora und Fauna einer Streuobstwiese näherzubringen.

Im Rahmen dieses Projektes haben einige Schulkinder einen Baum gepflanzt, der nun ebenfalls beschädigt wurde. Ein Leit-ast, so Lausmann hat für das Wachstum eines Baumes eine besondere Bedeutung. Ebenso wie einen Stamm behält er diesen sein ganzes Baumleben lang.

Für Martina Lausmann ist es unfassbar, dass Menschen so etwas Sinnloses machen können. „So traurig das auch ist, bestätigt es mich darin, meine Arbeit fortzusetzen und die Kinder auf die Bedeutung und den Wert der Natur aufmerksam zu machen“, so die Streuobstwiesenpädagogin. „Bäume sind auf uns Menschen angewiesen, sie können sich nicht wehren“, sagt sie im Gespräch. Ihrer Meinung nach gibt es andere Möglichkeiten, um sich auszutoben und seine Kraft unter Beweis zu stellen. Ihr Tipp: „Man kann sich bei Aktionen des BUND und des Naturschutzbundes engagieren und dort anpacken, ob bei Rohdungs- oder Pflanzaktionen.“

Die Stadt Ludwigsburg hat jetzt Anzeige gegen Unbekannt gestellt.

Marion Blum
17. April 2017
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