Montag, 29.05.2017, 0:18 Uhr
keine Daten 29 °C
Ludwigsburg

Junge Leute greifen seltener zu Alkohol

Wie im Rausch: Mit der Spezialbrille fiel den Jugendlichen das Werfen mit einem Basketball sichtlich schwer. Foto: Holm Wolschendorf

Komasaufen wird uncool: Jugendliche trinken nach einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weniger und maßvoller Alkohol als früher. So greift im Schnitt jeder zehnte befragte Teenager zwischen zwölf und 17 Jahren einmal in der Woche zu alkoholischen Getränken, wie die Bundesbehörde gestern mitteilte. Im Jahr 2004 waren es noch mehr als doppelt so viele (21,2 Prozent). Für die Studie wurden von März bis Juni 2016 bundesweit 7000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zwölf und 25 Jahren befragt. Auch bei den Älteren sei der regelmäßige Alkoholkonsum rückläufig, heißt es in der Studie. Knapp ein Drittel (30,7 Prozent) trinkt hier regelmäßig, 2004 war es fast die Hälfte (43,6 Prozent).

Mehr als ein Drittel der befragten 12- bis 17-Jährigen (36,5 Prozent) gibt in der jüngsten Umfrage an, noch nie Bier, Wein oder Schnaps probiert zu haben. Das ist der höchste Anteil von Abstinenzlern seit Beginn der Erhebung im Jahr 2001. Fast jeder siebte interviewte Teenager (13,5 Prozent) gab allerdings zu, sich im Monat vor der Umfrage einmal in einen Rausch getrunken zu haben. Gut drei Prozent von ihnen konsumierten dabei Mengen, die bereits für Erwachsene als riskant gelten. 2004 hatte jedoch noch fast ein Viertel (22,6 Prozent) der jungen Leute Erfahrungen mit sogenanntem Komasaufen – und jeder Zehnte langte dabei über alle Maßen zu.

Das Thema Alkohol im Straßenverkehr beschäftigte gestern das Jugendreferat der Stadt Kornwestheim. Sowohl in der Stadt als auch in Remseck und Pattonville suchten Mitarbei- ter das Gespräch mit Jugendlichen. (dpa/mb)

Mehr zum Thema in der Ludwigsburger Kreiszeitung, die Sie unter unseren Abo-Angeboten kennenlernen können.

18. Mai 2017
Impressum | Datenschutz