Dienstag, 27.06.2017, 10:50 Uhr
keine Daten 27 °C
Ludwigsburg

Bei der AVL steht GmbH-Status auf dem Prüfstand

Privat- oder öffentlich-rechtlich?

Derzeit werden auch Alternativen geprüft, die die Tochter AVL stärker an die Mutter bindet. Möglich wäre ein Eigenbetrieb des Landkreises oder eine Kommunalanstalt, die erst kürzlich vom Landtag ins Gesetz geschrieben wurde. Kommunen können durch Satzung eine selbstständige Kommunalanstalt als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts errichten. Im Landratsamt werden zurzeit die Vor- und Nachteile der einzelnen Rechtsformen zu Papier gebracht.

Das operative Geschäft der AVL ist beschränkt. Sie betreibt zwar zwei Deponien und vermarktet deren freie Kapazitäten, unterhält ansonsten noch Häckselplätze und Recyclinghöfe, bedient sich aber fürs Einsammeln, entsorgen und verwerten von Abfällen externer Firmen.

Übergangsgeschäftsführerin

Um bis zur Entscheidung über die künftige Ausrichtung der kreiseigenen Tochter den Weg nicht zu verbauen, bestellte der Kreistag jetzt mehrheitlich mit Ina Jansen nur übergangsweise eine Geschäftsführerin, was nach dem Rücktritt von Vize-Landrat Dr. Utz Remlinger als nebenamtlicher Geschäftsführer notwendig wurde. Auch für Jansen ist dies ein, zudem zeitlich befristeter Nebenjob, sie leitet im Hauptamt den Fachbereich Prüfung und Revision, vormals Rechnungsprüfungsamt.

Rückt Tschackert auf?

Klarheit soll in der Klausur auch über die künftige Geschäftsführung geschaffen werden, die unabhängig von der Rechtsform benötigt wird. Bleibt sie im Nebenamt oder wird sie hauptamtlich? Wird es – erneut nebenberuflich – der eventuelle Remlinger-Nachfolger als Vize-Landrat? Rückt Technikchef und AVL-Urgestein Albrecht Tschackert zum hauptamtlichen Geschäftsführer auf, ohne im jetzigen Aufgabengebiet einen Nachfolger zu bekommen? Bis zum Sommer soll Klarheit herrschen. (bä)

18. April 2016
Impressum | Datenschutz