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Ludwigsburg

Bald neue Heimat im Sportpark Ost

Die Sektion Ludwigsburg im Deutschen Alpenverein (DAV) verlegt ihren Sitz in das neue Gebäude des Sportparks Ost. „Ab Juni wollen wir den fast 5700 Mitgliedern in großzügigeren Räumen noch mehr Service bieten“, freut sich der alte und neue Vorsitzende Roland Fischer auf das neue Domizil. Er erhielt wie alle Stellvertreter bei den Neuwahlen eindrucksvolle Vertrauensbeweise.

Umzug nach langen Verhandlungen

Lange wurde kalkuliert, verhandelt und geplant. Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Aktuell beginnen in der „aus allen Nähten platzenden“ Geschäftsstelle in der Imbröderstraße die Vorbereitungen. Rechtzeitig zu Beginn der Hochsaison will Geschäftsführerin Brigitte Fischer im ersten Stock neben der Kletterhalle voll einsatzfähig sein. Angesichts des starken Mitgliederzuwachses der vergangenen Jahre komme der Umzug „genau zur rechten Zeit“. Zur Finanzierung „dieser Herausforderung“ hatte die Mitgliederversammlung auf Initiative von Schatzmeister Stephan Kochendörfer schon im vergangenen Jahr vorsorglich die Weichen gestellt.

Noch eine Herausforderung wartet laut dem für Naturschutzbelange verantwortlichen Jens Ditlevsen hinter einer weiteren „unheimlich erfreulichen Nachricht“: Im Herbst 2016 hatte der DAV in Baden-Württemberg von Umweltminister Franz Untersteller die Anerkennung als Naturschutzverband erhalten. Damit könnte die Verpflichtung einhergehen, auch zu geplanten Vorhaben im Straßenbau oder der Wasserwirtschaft Stellung zu nehmen „und das entsprechende Know-how aufzubauen“. Angesichts einer „nach wie vor sehr soliden Basis“ bei den Ehrenamtlichen ist Roland Fischer vor den Neuerungen „keineswegs bange“. Zu dieser gehört beispielsweise die Ortsgruppe Vaihingen mit ihrem Leiter Ralph Pfirrmann, die einmal mehr mit einer Vielzahl anspruchsvoller Gipfeltouren, aber auch unterschiedlichsten Ausbildungskursen und einer Familiengruppe punktete. Gerne in den Schweizer Alpen, aber viel öfter in heimatlichen Gefilden unterwegs sind die Bietigheimer um Winz Schröter, der sich nach wie vor über regen Zulauf bei den allmonatlichen WanderFit-Unternehmungen freut. Rund 50 Nachwuchsbergsteiger in drei Altersgruppen bilden laut Tobi Lenk den Kern der Jugendarbeit. Jochen Reuter, der die Familiengruppe mit den Jüngsten leitet, sucht „angesichts der ungebrochenen Nachfrage“ nach wie vor Unterstützung durch Eltern, die sich die Organisation eigener Unternehmungen oder gar die Leitung einer Gruppe zutrauten. Seit Jahren eine feste Größe bilden die Aus- und Weiterbildungen, die laut Andy Jeutter vom Familienwandern übers Fahrtraining auf dem Mountainbike bis zur Spaltenbergung bei Gletschertouren reichen.

Vertrauensbeweis für Vorstand

Die Versammlung bestätigte schließlich bei den Neuwahlen für weitere drei Jahre neben Sektionschef Roland Fischer dessen Stellvertreter Jens Ditlevsen (Naturschutz), Klaus Mirna (Hütten und Wege), Jochen Reuter (Kletterhalle), Tobi Lenk (Jugend) und Ulrich Stark (Öffentlichkeitsarbeit). Als neuer Schatzmeister folgt Stefan Schneider auf den aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierenden Stephan Kochendörfer. Er bleibt der Sektion aber erhalten und übernimmt zusammen mit Claus Peter Ehmann zukünftig die Rechnungsprüfung. Wolfgang Kuch und Rolf Bechtold wurden einstimmig in den Ehrenrat aufgenommen.

von ulrich stark
14. April 2017
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