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Ludwigsburg

Astbruchgefahr: Zwei Pappeln sollen fallen

Prägnant ist diese mehr als 20 Meter hohe Pappel im Bostonring. Am Wochenende sind bereits die Äste gestutzt worden, im Herbst soll dieser sowie ein weiterer Baum hinter der Kita gefällt werden. Foto: Oliver Bürkle

Das Geräusch der Motorsägen am Wochenende war kaum zu überhören. „Baumarbeiten“, stand auf den Schildern, die als Warnung auf der Fahrbahn aufgestellt wurden. Vorerst wurden die Äste der beiden mächtigen Pappeln, die sich auf dem Gelände der Kindertagesstätte „Onkel Toms Hütte“ befinden und deutlich mehr als 20 Meter in die Höhe ragen, nur mächtig gestutzt. Doch dabei wird es nicht bleiben. Die Tage der beiden Bäume sind gezählt, im Herbst sollen sie ganz entfernt werden.

Gefahr von Astbruch

Die Pappeln sind beileibe nicht die ersten Bäume, die in den vergangenen Jahren im Rahmen der Aufsiedelung von Pattonville, der „Stadt im Grünen“, verschwunden sind. Mussten viele andere Bäume weichen, um Neubauten Platz zu machen, so besteht bei diesen Pappeln die Gefahr von Astbruch, wie der Zweckverband Pattonville mitteilt.

Die beiden Bäume seien ebenso wie viele andere Pappeln in Pattonville vor rund 60 Jahren von den Amerikanern gepflanzt worden. In dem Stadtteil zwischen Remseck und Kornwestheim lebten bis Anfang der 90er Jahre Soldaten der US-Armee und ihre Familien. Pappeln gehören zu den Baumarten, die sehr schnell wachsen, das ist der Vorteil. Auf der anderen Seite neigen sie ab einem gewissen Alter zu Astbruch – selbst bei Windstille. „Diese Gefahr kann auch von einem Baumbegutachter nie ganz ausgeschlossen werden“, heißt es weiter in der Mitteilung des Zweckverbands. Eine Kommission mit Vertretern der beiden Städte Remseck und Kornwestheim sowie des Zweckverbands habe sich damit beschäftigt, wie dieser Gefahr begegnet werden kann. Damit die im Außenbereich spielenden Kinder, deren Erzieher und Passanten nicht gefährdet werden, sollen beide Bäume gefällt werden.

Ersatzpflanzung ist geplant

Damit den Sommer über nichts passiert, sind jetzt erst einmal die Äste radikal gekürzt worden. Als Ersatz sollen mindestens zwei neue Bäume gepflanzt werden, wie der Zweckverband Pattonville ankündigt. Dabei soll eine Baumart gewählt werden, die für den Kinderspielbereich besser geeignet sei als Pappeln. Um welche es sich dabei handeln soll, war gestern nicht zu erfahren.

von marion blum
12. April 2017
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